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Landesprüfung 14.06.2014

1. Verbandsprüfung des Brandenburgischen Ju-Jutsu-Verbandes 2014 am 14.06.2014 in Großbeeren


Am 14.06.2014 richtete der BJJV e.V. seine 1. Verbandsprüfung in 2014 in Großbeeren aus. Gastgeber war der ortsansässige Ju-Jutsu-Verein Budokan Großbeeren e.V., der für die Prüfung 4 Mattenflächen aufgebaut hatte und die Prüfungsteilnehmer, die insgesamt 10 Prüfer sowie die Begleiter, Gäste und Zuschauer zusätzlich mit einem kleinen, schmackhaften Imbiss verwöhnte.

Die Prüfung mit begann pünktlich um 10:00 Uhr. Insgesamt stellten sich 27 Prüfungsteilnehmer im Alter von 16 bis 61 Jahre aus 7 Vereinen „ihrer“ Prüfung vom 3. Kyu (Grüngurt) bis zum 3. DAN (3. Schwarzgurt-Graduierung).

Aus unserem Verein nahmen 4 Sportler erfolgreich an der Prüfung teil.
Wir gratulieren:

• Hannes (21 J.) zum 2. Kyu (Blaugurt) und damit auch offiziell zur Trainer-C-Lizenz (Breitensport),
• Mirko (38 J.) zum 1. DAN (Schwarzgurt),
• Robert (43 J.) zum 3. DAN (Schwarzgurt) und
• Gerald (51 J.) ebenfalls zum 3. DAN (Schwarzgurt).

Die beiden letztgenannten haben damit 17 Jahre nach ihrer letzten Prüfung (!) – seinerzeit noch im „alten“ Prüfungs- und Ausbildungssystem – auch im „neuen“ System erfolgreich ihre Prüfung zum 3. DAN (3. Schwarzgurt-Graduierung) abgelegt.

Nachfolgend haben sowohl Mirko als auch Robert einen kurzen und sehr persönlichen Bericht über „ihren“ Weg zur bestandenen Prüfung geschrieben.

Mein Weg zum schwarzen Gürtel...

Ich bin Mirko, werde in diesem Jahr 38 Jahre alt und betreibe Ju-Jutsu seit gut 9 Jahren. Für Ju-Jutsu habe ich mich entschieden, weil ich einen Ausgleich für meinen täglichen Büroalltag gesucht habe und mich schon immer für Selbstverteidigung interessiert habe. An Ju-Jutsu gefällt mir besonders, dass ich Techniken vom Stand bis zum Boden üben kann, ich beim Training sofort am Partner übe und sehe ob etwas funktioniert oder nicht.

Als wir zu Beginn des Jahres 2014 anfingen, uns auf die Prüfung im Juni 2014 vorzubereiten, habe ich noch nicht daran geglaubt, dass ich mich überhaupt der Prüfung im Juni stellen werde. Ich habe mich lediglich der Gruppe angeschlossen und gedacht: „Mach einfach mit… Was kann schon passieren?“.

Während der Vorbereitung sind leider einige Teilnehmer auf Grund von Verletzung oder fehlender Zeit ausgefallen. Meine Überlegungen schwankten zwischen die Teilnahme an der Prüfung abzusagen oder sie auf später zu verlegen.

Das Training im Verein wurde im Laufe der nächsten Monate immer mehr zielgerichtet auf das Thema Prüfung ausgerichtet. Zum einen das Thema Gegen- und Weiterführungstechniken. Hier lag bei mir der Schwerpunkt auf Hebel-, Wurf- und Würgetechniken. Auf Grund des großen Repertoire unseres Trainers, viel es mir nicht schwer, auch auf ungeübte Angriffe zu reagieren.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Dreierkontakt der gegen mehrere Angriffe geübt wurde und der Eingang zu Hebeln erfolgte. Weiterhin habe ich Würfe der Vorprüfungsprogramme geübt, da auch diese Bestandteil meiner Prüfung waren. Um nur einiges zu nennen.

Anfangs habe ich oft einzelne Techniken in einer Trainingseinheit trainiert. Im weiteren Verlauf der Prüfungsvorbereitung konnte sich jeder aus der großen Auswahl an Techniken eine auswählen, die auf einen besonders zugeschnittenen war und diese üben.
Je näher die Prüfung kam, umso intensiver trainierte ich einzelne Prüfaufgaben aus dem gesamten Prüfungsprogramm. Ich empfand es als förderlich, dass der Verein Prüflinge aus anderen Vereinen einlud, um sich kennenzulernen und gemeinsam zu trainieren. Im Verlauf der Prüfung stellte es sich als sehr vorteilhaft heraus, dies getan zu haben, da man ungefähr einschätzen konnte, wie der Partner reagiert.
In den letzten beiden Monaten vor der Prüfung habe ich nur noch intensiv an meinem Prüfungsprogramm gearbeitet, einzelne Techniken verändert oder den Gegebenheiten angepasst.

Trotz aller Vorbereitung waren die letzte Woche vor der Prüfung und der Prüfungstag selbst mit viel Aufregung verbunden.

Der Tag der Prüfung, nach einer fast schlaflosen Nacht, verlief zuerst recht ruhig und man sah auch in den Gesichtern der anderen Prüflinge die Aufregung.  Nach einer kurzen Einweisung durch unsere Prüfungskommission begann unsere Prüfung dann am 14.06.2014 um kurz nach 10:00 Uhr. Und ich war froh nicht als erster auf der Matte stehen zu müssen...

Der erste von drei Teilen der Prüfung (Komplexaufgaben, Bodentechniken und Technik in Kombinationen) verlief nach meinem Gefühl sehr gut.
Den zweiten Teil der Prüfung (Technik in Kombinationen, Waffenabwehr und Gegen- und Weiterführungstechniken) habe ich trotz der mir unbekannten Partner gut absolviert.
Der dritte Teil der Prüfung (Freie Selbstverteidigung und freie Anwendungsformen) war sehr anspruchsvoll und brachte mich an meine körperlichen Grenzen und sogar noch ein bisschen darüber hinaus.

Am Ende der Prüfung gegen 16:00 Uhr war ich müde, kaputt und einfach nur alle, aber auch grenzenlos glücklich und stolz!
Ich bin froh, zur Prüfung angetreten zu sein und mich der Prüfung zum 1. Dan (Schwarzgurt) erfolgreich gestellt zu haben.

Alle, die das Lesen und sich jetzt sagen, das möchte ich auch einmal probieren, kann ich nur einladen, zum Training vorbeizukommen und bei uns probeweise mitzumachen. Ju-Jutsu ist eine der tollsten Sportarten der Welt, und bei uns im Verein Budokan-Großbeeren e.V. macht Ju-Jutsu besonders viel Spaß!

Mirko Grüneberg
1. DAN Ju-Jutsu

Robert Prüfung zum 3. Dan

Wer eine Sportart ausüben möchte, die sowohl koordinativ als auch kognitiv anspruchsvoll ist und nebenbei die Kraft und Kondition verbessert, dem empfehle ich das Selbstverteidigungssystem Ju-Jutsu.

Über Judo bin ich Ende der 80’er Jahre zum Ju-Jutsu gekommen. Am Ju-Jutsu begeistert mich die Vielfalt an Techniken aus unterschiedlichen Kampfsportarten. Mit Lothar als Trainer, der die erforderliche Präzision in der Ausführung der Techniken sehr gut vermitteln kann, hatte ich eine optimale Grundlage, mich stetig zu verbessern.

Aktuell stand für mich die Prüfung zum 3. Dan an. Trotz anspruchsvoller beruflicher Tätigkeit als Arzt, die mit vielen Überstunden sowie Nacht- und Wochenenddiensten verbunden ist, habe ich versucht, insbesondere am Training vor der Prüfung regelmäßig teilzunehmen. Hierbei hat mir Lothars zielgerichtete intensive Prüfungsvorbereitung sehr geholfen.

Ich war in einer leistungsstarken Prüfungsgruppe, die mir positiv durch sportliche Fairness aufgefallen ist. Beim Technikteil gab es einige wenige Schwierigkeiten, da beim Partnerwechsel nicht alle Partner auf meine besonderen Techniken eingestellt waren und dementsprechend reagierten. Insgesamt ist aber die Prüfung gut verlaufen. Der letzte Prüfungsteil, der aus mehreren Kämpfen mit Schutzausrüstung bestand, brachte mich an die konditionelle Leistungsgrenze. Ich bin froh und stolz, dass neben mir auch alle anderen Teilnehmer meiner Prüfungsgruppe ihre Ziele erreicht haben.

Jetzt heißt es, weiterzutrainieren, denn die Prüfung zum 4. Dan plane ich, in vier Jahren in Angriff zu nehmen.

Dr. Robert Zacharias
3. Dan Ju-Jutsu


 

 
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